Was bedeutet Yoga für mich?

Ich war auf der Suche nach mehr Gelassenheit und Ruhe, wollte dem Alltag und dem Stress für eine Weile entfliehen und meine ständigen Rückenprobleme in den Griff bekommen, etwas gegen die verkürzten Muskeln und die Spannungen im Nacken tun. Kurz gesagt, war mein Ziel mit und durch Yoga etwas Gutes für mich und meinen Körper zu tun und das körperliche Wohlbefinden zu stärken. Damals noch im Unwissen darüber, was Yoga eigentlich bedeutet und welche Philosophie dahinter steht. Erst später und im Laufe meiner Ausbildung habe ich erkannt, dass es um viel mehr geht, als nur um Entspannung und um die schönen grazilen und formschönen Übungsabfolgen, in welchem man möglichst gut aussieht und einen perfekten Eindruck hinterlässt. Vielmehr gibt mir persönlich Yoga die Möglichkeit, ein neues Bewusstsein für meinen Körper zu entwickeln und achtsam mit mir umzugehen. Durch die bewusste Körperarbeit finde ich Zugang zu meiner Körperwahrnehmung und bemerke, wenn auch langsam und in kleinen Schritten, welche Probleme mein Körper hat und wie er sich durch Yoga verändert. Durch Yoga komme ich außerdem ganz bei mir an. Eine feste Yoga- und Meditationspraxis ist Bestandteil meines Lebens geworden. Besonders am Morgen hilft mir Yoga bewusst in den Tag zu starten und eine Intention zu setzen, wie mein Tag aussehen soll. Während der Praxis hören die ständig plappernden Gedanken auf zu plappern. Ich bin im Hier und Jetzt angekommen. Die Asanas stärken meinen Körper und lehren mich geduldig zu sein, mir den nötigen Raum zu geben und zu akzeptieren, wo ich gerade in meiner Yogapraxis stehe. Und ja, auch ich bin nicht die Gelenkigste, aber darum geht es ja auch gar nicht. Ich erzwinge nichts mehr. Diese Einstellung habe ich bereits in mein Leben integriert. Alles kann, nichts muss! Das Zusammenspiel von Asanapraxis, Meditation und Pranayama wirken sich positiv auf meine Gesundheit und mein Wohlbefinden aus. Gelassenheit und Entspannung, die Möglichkeit Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, eine gesündere Ernährung, alle Lebewesen als wertvoll anzusehen, kein Be- und Verurteilen von Personen und Handlungen sind Dinge, die sich durch Yoga bereits in mein Leben manifestiert haben. Nach meiner Morgenroutine fühle ich mich klar und wach, in meiner Mitte angekommen, verbunden mit einer positiven Grundstimmung und einem daraus resultierendem Lächeln im Gesicht. Zu meiner Freude überträgt sich dieser Zustand auch auf meine Außenwelt. Meine Wahrnehmung ist seit dem eine andere. Oder ich!

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